Reiterberger: „Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Saison.“

By   /  December 6, 2017  /  Comments Off on Reiterberger: „Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Saison.“

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MIL OSI – Source: BMW Group –

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München. Der erste Sieger der BMW Motorrad Race Trophy im
Premierenjahr 2014 hieß: Markus Reiterberger. In dieser Saison
wiederholte der junge Deutsche diesen Erfolg, und sorgte dabei für
eine weitere Premiere. Als erster Race Trophy Teilnehmer überhaupt
sammelte Reiterberger die maximal mögliche Punktzahl von 500
Zählern. Damit kürte er sich 2017 erneut zum besten BMW Motorrad
Privatfahrer der Welt. Dieses Mal setzte sich der 23-Jährige im Feld
von insgesamt 159 Race Trophy Teilnehmern aus 26 verschiedenen
Nationen durch.

 
Reiterberger begann die Saison 2017 in der MOTUL FIM Superbike World
Championship (WorldSBK), in der er seit 2016 Stammfahrer war. Doch der
Saisonauftakt in der Königsklasse verlief nicht so, wie er es sich
erhofft hatte. Also traf Reiterberger eine Entscheidung: Er verließ
die Weltmeisterschaft und trat stattdessen mit seinem früheren Van
Zon-Remeha-BMW Superbike Team in der Internationalen Deutschen
Motorradmeisterschaft (IDM) an. In der Mannschaft um Teamchef Werner
Daemen fand er zurück zu alter Stärke, dominierte die Saison und
sicherte sich bei vier noch ausstehenden Rennen vorzeitig seinen
dritten IDM-Meistertitel.

Dazu kamen weitere Erfolge: Am Rennwochenende auf dem Lausitzring
(GER) kehrte er mit einer Wildcard in die Weltmeisterschaft zurück und
sicherte sich dabei einen neunten Platz. In der FIM Endurance World
Championship (EWC) fuhr er beim legendären 24-Stunden-Rennen Bol d’Or
in Frankreich gemeinsam mit dem BMW Motorrad Penz13.com Team auf den
zweiten Platz auf dem Podium. Zudem absolvierte er beim Saisonfinale
in Jerez (ESP) einen Gaststart in der FIM Superstock 1000 European
Championship (STK1000) – und dominierte mit Poleposition, neuem
Rundenrekord und dem Rennsieg. In der kommenden Saison wird
Reiterberger mit Van Zon-Remeha-BMW als Fixstarter in der STK1000 antreten.

Im Interview spricht der junge Deutsche über seinen zweiten Sieg in
der BMW Motorrad Race Trophy, seine Saison 2017 und seine Ziele für
das kommende Jahr.

Markus, herzlichen Glückwunsch. Im Premierenjahr 2014 haben
Sie die BMW Motorrad Race Trophy gewonnen, nun erneut – und das mit
der maximal möglichen Punktzahl. Was bedeutet Ihnen das?

Markus Reiterberger: „Das bedeutet mir sehr viel. Es war toll, 2014
der erste Race Trophy Sieger zu sein. Dass ich nun auch der Erste bin,
der die maximale Punktzahl geholt hat, freut mich wahnsinnig. Zu
Beginn der Saison hätte ich nicht gedacht, dass sie so gut laufen
würde. Ich bin mehr als zufrieden. Es war wie in jedem Jahr schön, bei
der Preisverleihung dabei zu sein. Dieses Mal haben wir eine Führung
durch das BMW Motorrad Werk in Berlin bekommen. Es war sehr
interessant zu sehen, wie die Serienfahrzeuge, aber auch die neue HP4
Race gefertigt werden. Auch war es klasse, wieder einmal die anderen
BMW Rennfahrer aus der ganzen Welt zu treffen. Ich hoffe, dass ich im
kommenden Jahr wieder dabei bin.“

Die Saison hat für Sie nicht optimal begonnen, dann haben Sie
beschlossen, in die IDM zurückzukehren. War dies im Nachhinein
gesehen genau die richtige Entscheidung?

Reiterberger: „Es war eine wirklich schwierige Zeit. Natürlich ist es
der Traum eines jeden Rennfahrers, in der Weltmeisterschaft zu fahren.
Ich habe lange gebraucht, bis ich es dorthin geschafft habe. Dann den
Schritt zurück zu wagen, war nicht einfach. Doch nun kann man wirklich
sagen, dass es die einzig richtige Lösung war. Wir haben in der IDM
den Meistertitel gewonnen, sind in der Langstrecken-Weltmeisterschaft
als Zweite auf das Podium gefahren, haben einen Lauf der
Superbike-Weltmeisterschaft in den Top-10 beendet und am Ende noch
beim Gaststart in der FIM Superstock 1000 European Championship
gewonnen. Die Saison hat sich wirklich zum Positiven gewendet. Ich bin
wieder so gut wie früher, wenn nicht sogar besser, und ich hoffe, dass
wir die Chance bekommen uns für höhere Aufgaben zu empfehlen.“

Ihr Motto ist: „Only teamwork makes the dream work“. Wie zeigt
sich das in Ihrem Team?

Reiterberger: „Ja, dieses Motto habe ich im Frühjahr auf meine
Boxenwand drucken lassen. Ich habe zwar schon immer geschätzt, was ich
an dem Team um Werner Daemen habe, aber in dieser Saison ist mir das
erst so richtig bewusst geworden. Nicht nur das Team, sondern alle
Menschen in meinem Umfeld haben mir geholfen. Team, Sponsoren,
Familie, Freunde – alle haben hinter mir gestanden. So haben wir es
gemeinsam geschafft, wieder da zu sein, wo wir hingehören.“

In der kommenden Saison starten Sie in der FIM Superstock 1000
European Championship. Wie lautet Ihre Zielsetzung?

Reiterberger: „Nach dem tollen Gaststart in diesem Herbst in Jerez
haben wir uns natürlich vorgenommen, ganz vorne mitzufahren und um den
Titel zu kämpfen. Vielleicht bekommen wir auch wieder die Möglichkeit,
mit einer Wildcard in der Weltmeisterschaft anzutreten. Und wir geben
Vollgas, damit wir 2019 hoffentlich ganz in die WM aufsteigen können.“

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