WTO: Nationale Alleingänge gefährden weltweiten Wohlstand

By   /  December 8, 2017  /  Comments Off on WTO: Nationale Alleingänge gefährden weltweiten Wohlstand

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MIL OSI – Source: BDI – Bundesverband der Deutschen Industrie –

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Die Welthandelsorganisation WTO muss Zukunftsthemen anpacken. Das sagt BDI-Präsident Dieter Kempf vor Beginn der Ministerkonferenz der WTO in Argentinien. Kempf warnt die Mitgliedstaaten vor Protektionismus und fordert sie auf, sich hinter das multilaterale System zu stellen.

Vor der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO in Argentinien fordert Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die Stärkung der WTO. „Angesichts der zunehmenden Zahl bilateraler Freihandelsabkommen müssen die Regierungen deutlicher als bisher auf die Übereinstimmung mit WTO-Regeln achten und vor allem auf einfachere Verfahren setzen“, sagte Kempf am Donnerstag in Berlin.  
Der BDI-Präsident forderte die 164 Mitgliedsstaaten auf, sich auf der Ministerkonferenz zu bewegen und Zukunftsthemen anzupacken: „Protektionismus, der schwindende Konsens für offene und regelbasierte Märkte sowie nationale Alleingänge gefährden den weltweiten Wohlstand.“  
Die WTO sei als Hüterin des Welthandels nötig und für die Schaffung von neuem Marktzugang enorm wichtig, unterstrich Kempf. „Die Mitgliedsstaaten müssen sich hinter das multilaterale System stellen. Wir brauchen außerdem eine Agenda für die Themen einer modernen Weltwirtschaft.“ Dazu gehörten digitaler Handel, Transparenz und gute Regelsetzung, Dienstleistungshandel sowie Subventionsregeln.  
„Multilaterale Vereinbarungen im Rahmen der WTO sind für uns der Königsweg der Handelspolitik“, erklärte der BDI-Präsident. Freihandelsabkommen zwischen Staaten oder Staatengruppen blieben eine unverzichtbare Ergänzung.  
Die Exportnation Deutschland sei so stark wie kaum ein anderes Land in die internationalen Handelsströme und Wertschöpfungsketten eingebunden, sagte Kempf: „Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Export ab, in der Industrie ist es sogar jeder zweite.“

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