GLFA und IG BAU: Tarifeinigung in der Landwirtschaft erzielt

By   /  December 20, 2017  /  Comments Off on GLFA und IG BAU: Tarifeinigung in der Landwirtschaft erzielt

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: GLFA und IG BAU: Tarifeinigung in der Landwirtschaft erzielt

Der Gesamtverband der Deutschen land- und
forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) und die
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben am 19. Dezember 2017
die sogenannte Bundesempfehlung für Landarbeiter beschlossen. Die Tarifhoheit
liegt bei den Mitgliedsverbänden des GLFA, teilt der Verband mit. Nunmehr komme
es darauf an, die Inhalte der Bundesempfehlung zügig in regionalen
Verhandlungen mit der IG BAU umzusetzen.  
Die Bundesempfehlung sieht vor allem, so der GLFA,
eine Erhöhung der Löhne und Gehälter der regionalen Landarbeiter-Tarifverträge
bis zum 30. Juni 2020 und Arbeitszeitflexibilisierungsregelungen vor.
 
Die Löhne und Gehälter werden ab 1. Januar 2018 um
3,0 %, ab 1. Januar 2019 um 2,5 % und ab 1. Januar 2020 um weitere 1,5 %
angehoben. Die Laufzeit der Bundesempfehlung endet zum 30. Juni 2020. Da die
letzte Lohnerhöhung für Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft bereits
am 1. Juli 2014 erfolgte, haben sich GLFA und IG BAU weiterhin verständigt, zum
Ausgleich alle Lohngruppen in den regionalen Tarifverträgen auf Basis der am
30. Juni 2015 geltenden Tariflöhne vorab rechnerisch um 3 % zu erhöhen.
 
Der Lohn in der untersten Lohngruppe beträgt in
Fortführung der Lohnhöhe aus dem Mindestentgelttarifvertrag Landwirtschaft und
Gartenbau ab 1. Januar 2018 9,10 Euro/Stunde. Ab dem 1. Januar 2019 gilt der
Betrag des gesetzlichen Mindestlohns.
 
Ein wesentlicher Bestandteil der Bundesempfehlung
sind Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. GLFA und IG BAU haben
sich über 2 Ausgestaltungen geeinigt. Beide gehen von einer Jahresarbeitszeit
von 2.088 Stunden, einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden
und einer Verstetigung des Monatseinkommens aus. Für eine zeitnahe Umsetzung in
den regionalen Rahmentarifverträgen sei damit der Weg frei, so der GLFA.
 
 
Der Präsident des GLFA, Martin Empl, sieht die
Bundesempfehlung als positives Signal für eine kooperative Zusammenarbeit
zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf den Betrieben an. Die Arbeitgeber
würden damit die Arbeit der Beschäftigten anerkennen und ihr Engagement
würdigen. Auch mit der Empfehlung, die Ausbildungsvergütungen überproportional
zu erhöhen, komme zudem der Wille zum Ausdruck, den Ausbildungsberuf Landwirt
attraktiv zu halten und Nachwuchs zu sichern.

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