Probleme werden mit zu wenig Pflanzenschutzmitteln verstärkt

By   /  January 12, 2018  /  Comments Off on Probleme werden mit zu wenig Pflanzenschutzmitteln verstärkt

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Probleme werden mit zu wenig Pflanzenschutzmitteln verstärkt

Gemeinsame
Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands e. V. (DBV) und des
Industrieverbands Agrar e. V. (IVA)  
„Den
Landwirten müssen wegen der drohenden Gefahr von Resistenzen auch zukünftig
ausreichend biologische und chemische Pflanzenschutzmittel mit
unterschiedlichen Wirkungsansätzen zur Verfügung stehen.“ Dies betonten die
Präsidenten des Deutschen Bauernverbands (DBV), Joachim Rukwied, und des
Industrieverbands Agrar (IVA), Dr. Helmut Schramm, auf einer Veranstaltung mit
Europaabgeordneten in dieser Woche in Brüssel. „Die Bauern beschränken den
Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß, doch müssen sie unter
mehreren Wirkstoffen auswählen können, um zielgerichtet Krankheiten und
Schädlinge bekämpfen zu können. Die Pflanzenschutzmittel sind von den
Zulassungsbehörden daraufhin geprüft worden, dass sie bei sachgemäßer Anwendung
keine gesundheitlichen Folgen und nachhaltige Schäden in der Natur erzeugen“,
stellte Bauernpräsident Rukwied fest.
 
Schramm bekräftigte zudem, dass sich die Industrie zu
der Aufgabe bekenne, eine breite Palette an Pflanzenschutzmitteln
bereitzustellen. „Um aber in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte zu
investieren, braucht die Industrie einen langfristig verlässlichen Rahmen. Was
heute beschlossen wird, muss auch morgen noch gelten. Die Entwicklung eines
neuen Wirkstoffs dauert heute im Durchschnitt zwölf Jahre – eine Substanz, die
wir morgen in einem Labor erstmals herstellen, kommt erst 2030 auf den Markt“,
so Schramm.
 
Beide Präsidenten hoben hervor, dass die
Glyphosat-Diskussion die Frage nach der Zukunft des Pflanzenschutzes überlagert
hat. Landwirtschaft und Industrie stehen dabei ausdrücklich hinter den strengen
Regulierungen im Hinblick auf Gesundheit und Umweltwirkung bei der Zulassung
sowie beim Verkauf und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Dies bedeute auch,
dass diese Regulierung mit wissenschaftlichen Kriterien begründet wird. Das
Beispiel Glyphosat zeige jedoch, wie eine geschickt inszenierte Kampagne eine
Politisierung der wissenschaftlichen Bewertung bewirke. „Der DBV tritt ein für
eine sachliche und faktenbasierte Debatte“, machte Rukwied deutlich. „Wir haben
in Europa klare und strenge Regeln bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.
Diese schließen ein, dass Wirkstoffe umfangreich geprüft werden.“ Daher gelte
es, das Vertrauen der Bevölkerung in die Behörden zu stärken, die mit der
wissenschaftlichen Beurteilung der Wirkstoffe betraut sind.
 
IVA-Präsident Schramm beklagte zudem, dass EU-Regeln
in Deutschland nur mangelhaft umgesetzt werden. Eine Untersuchung im Auftrag
der EU-Kommission habe gezeigt, dass seit Inkrafttreten des neuen europäischen
Pflanzenschutzrechts noch kein Zulassungsantrag in Deutschland in der
vorgeschriebenen Frist entschieden wurde. „Eines der Ziele hinter der
europäischen Pflanzenschutzverordnung 1107/2009 war es, faire
Wettbewerbsbedingungen für Landwirte herzustellen. Davon sind wir noch weit
entfernt.“
 
Pressekontakte:
 
Deutscher
Bauernverband e. V.
Pressesprecher
Dr.
Michael Lohse
Tel.
+49 30 31904-240
Fax
+49 30 31904-431
E-Mail:
m.lohse@bauernverband.net
http://www.bauernverband.de
http://www.die-deutschen-bauern.de
 
 
Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle
Martin May
Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692
Fax +49 69 2556-1298
E-Mail: may.iva@vci.de
http://www.iva.de

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