Rukwied: Die Landwirtschaft erweitert ihre Klimaschutzziele

By   /  January 18, 2018  /  Comments Off on Rukwied: Die Landwirtschaft erweitert ihre Klimaschutzziele

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Rukwied: Die Landwirtschaft erweitert ihre Klimaschutzziele

„Die deutsche Landwirtschaft erweitert
ihre Ziele für den Klimaschutz bis 2030. Landwirte sind vom Klimawandel unmittelbar
betroffen, können aber auch einen gewichtigen Teil zum Klimaschutz beitragen.
Deshalb streben wir an, die Emissionen von Treibhausgasen aus der deutschen
Landwirtschaft bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent –
jeweils bezogen auf 1990 – weiter zu verringern. Über Erneuerbare Energien und
Biokraftstoffe können wir zudem nachhaltig zur Verbesserung der Klimabilanz
anderer Wirtschaftssektoren beitragen, benötigen hierfür aber politischen
Rückenwind.“ Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV),
Joachim Rukwied, auf der Presseveranstaltung des Verbandes der Deutschen
Agrarjournalisten (VDAJ) auf der Grünen Woche in Berlin.
 
Bereits 2010 hatte der DBV das erste
Klimaschutz-Konzept erstellt. „In unserer aktualisierten Klimastrategie 2.0 ziehen
wir eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Die Emissionen von Treibhausgasen wie
Methan und Lachgas konnten seit 1990 um 16 Prozent gesenkt werden, die
energiebedingten Emissionen sogar um 40 Prozent. Gleichzeitig wurden Klimaleistungen
und Klimaeffizienz sowohl im Ackerbau als auch in der Tierhaltung erhöht. So
entwickelte sich die deutsche Milchproduktion im Hinblick auf den Klimaschutz weltweit
in eine Vorbildfunktion: Bei der Erzeugung von einem Liter Milch entsteht in
Deutschland nur die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen, die im weltweiten
Durchschnitt anfällt. In Asien liegen sie knapp dreimal so hoch, in Afrika gut
sechsmal“, hob der Bauernpräsident hervor.
 
Über die Verwendung von in Land-
und Forstwirtschaft erzeugter Biomasse und Bioenergie würden zudem CO2-Emissionen
vermieden. „Damit ist die Land- und Forstwirtschaft Ausgangsbasis für den Umbau
der Wirtschaft hin zur Bioökonomie“, erklärte Rukwied. Derzeit werden Erneuerbare
Energien als Ersatz für fossile Rohstoffe auf 2,7 Mio. Hektar oder 21 Prozent
der Ackerfläche in Deutschland gewonnen. Um einen weiteren Ausbau zu erreichen,
müsse es jedoch wieder mehr politische Unterstützung geben, da diese klimafreundliche
Entwicklung seit 2014 aufgrund der Reform des EEG gestoppt worden sei, forderte
Rukwied.
 

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