Umsetzungsmodell muss GAP einfacher und praktikabler machen

By   /  January 18, 2018  /  Comments Off on Umsetzungsmodell muss GAP einfacher und praktikabler machen

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Umsetzungsmodell muss GAP einfacher und praktikabler machen

„Die
Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist ein wichtiges Kernstück eines vereinten
Europa. Sie leistet einen beachtlichen Mehrwert für über 500 Millionen
europäische Verbraucher, aber auch für 40 Millionen Menschen in der EU, die in
11 Millionen landwirtschaftlichen Betrieben und in den vor- und nachgelagerten
Bereichen für die Erzeugung sicherer und qualitativ hochwertiger Lebensmittel
sorgen. Darüber hinaus liefert die GAP einen soliden Rahmen für einen
nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Diese Leistungsfähigkeit, eine
flächendeckende Landwirtschaft und vitale ländliche Gebiete müssen mit einem
mindestens gleichbleibenden Agrarbudget gesichert werden.“ Das betonte der
Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Europäischen
Bauernverbandes (COPA), Joachim Rukwied, auf dem DBV-Fachforum „GAP nach 2020
mit neuem „Umsetzungsmodell“ – Schwung für eine nachhaltige und
wettbewerbsfähige Landwirtschaft?“, das im Vorfeld der Internationalen Grünen
Woche in Berlin stattfand. „Wir unterstützen den Ansatz von
EU-Haushaltskommissar Oettinger, diese und neue Aufgaben der EU durch eine
Aufstockung des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) zu finanzieren. Hier sind nun
die EU-Mitgliedstaaten gefordert“, so Rukwied weiter.
 
Mehr als 130
Teilnehmer diskutierten mögliche Wege hin zu einer zukunftsfähigen und starken sowie
für die Landwirte einfachen und verlässlichen EU-Agrarpolitik mit nationalen
und europäischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Schwerpunkt
des Forums war die Diskussion der aus Sicht der Landwirtschaft aufgetretenen
Fragen aus dem von der EU-Kommission vorgestellten „neuen Umsetzungsmodell“ der
GAP. „Die deutschen Landwirte erwarten vom „Umsetzungsmodell“ auch, dass die
Antragsbürokratie für sämtliche Programme zur EU-Agrarförderung einfacher,
übersichtlicher und „smarter“ wird. Zugleich hofft der Berufsstand, dass die Agrarumwelt-
und Klimamaßnahmen zukünftig praktikabler und effizienter werden. Dazu muss für
die Landwirte klar erkennbar sein, wer in einer Verzahnung von EU, Bund und
Ländern am Ende was regelt und wer für welche Ziele und Maßnahmenbereiche
zuständig ist“, so DBV- und COPA-Präsident Rukwied in seinem Impulsvortrag zur
Ausrichtung der GAP nach 2020.
 
Der
Bauernpräsident betonte, dass „eine flächendeckende Landwirtschaft in
unternehmerischer Eigenverantwortung, gleichermaßen ausgerichtet auf ökonomische,
ökologische und soziale Ziele, auch künftig das Kernstück der EU-Agrarpolitik
bleiben muss.“ Das Fachforum betonte insbesondere die Bedeutung einer starken
und durch die EU vollfinanzierten 1. Säule als wichtigstes Absicherungsinstrument
für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft. Ein „Umsetzungsmodell“
oder „Strategische Pläne“ der EU-Mitgliedstaaten und die damit verbundenen
erweiterten nationalen Spielräume dürften das Prinzip einer gemeinschaftlichen
1. Säule nicht in Frage stellen. Neue Wettbewerbsverzerrungen durch eine
Renationalisierung der EU-Agrarpolitik müssten unbedingt vermieden werden, so
ein wichtiges Fazit des Forums. Einig waren sich Forumsteil-nehmer zudem darin,
dass eine erfolgreiche und zukunftsfähige GAP nach 2020 auch die Position der
Landwirte in der Vermarktungskette weiter stärken müsse. Schließlich sollte
auch das Ziel der Vereinfachung, Entbürokratisierung und Modernisierung der
Gemeinsamen EU-Agrarpolitik nicht auf der Strecke bleiben, so ein weiteres
Resümee des DBV-Fachforums.

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