Rukwied und Schmal: Milchbranche muss sich weiterentwickeln

By   /  January 25, 2018  /  Comments Off on Rukwied und Schmal: Milchbranche muss sich weiterentwickeln

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Rukwied und Schmal: Milchbranche muss sich weiterentwickeln

„Die Herausforderung der Milchbranche ist es, die
Wettbewerbsfähigkeit in zunehmend globalen Milchmärkten zu stärken. Die
Molkereien sind gefordert, verstärkt attraktive Absatzmärkte zu erschließen, um
damit zusätzliche Wertschöpfungspotentiale zu generieren. Darüber hinaus ist
die Entwicklung neuer innovativer Produkte erforderlich. Zudem sollten
Molkereien und Milcherzeuger gemeinsam Vermarkungsstrukturen weiterentwickeln
und Lieferbeziehungen marktgerechter gestalten.“ Dies betonte der Präsident des
Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, auf dem Milchforum des DBV
auf der Internationalen Grünen Woche. Im liberalisierten Milchmarkt seien stark
schwankende Preise stete Realität. EU und Bund müssen deshalb die bestehenden
Leitplanken für den Milchmarkt wie Direktzahlungen, Private Lagerhaltung und
Intervention beibehalten sowie steuerliche Anreize zur Risikovorsorge ausbauen,
erklärte Rukwied.
 
„Die vorhandenen Instrumente wie Warenterminbörsen
zur Absicherung der Erzeugerpreise müssen endlich weiterentwickelt und
umgesetzt werden“, erklärte Milchbauernpräsident Karsten Schmal. Die
angekündigten Pilotprojekte der Molkereien Hochwald und DMK im Jahr 2018 zur
Etablierung von Festpreismodellen seien vielversprechend und gingen in die
richtige Richtung. Auch andere Molkereien haben Festpreismodelle angekündigt.
„Damit folgen diese Molkereien den internationalen Konkurrenten, doch noch ist
die Entwicklung der gesamten Branche zu zögerlich“, kritisierte Schmal. Auch
die Milchbauern selbst seien gefordert. Die moderne Milchviehhaltung rücke
zunehmend in das Interesse der Öffentlichkeit und werde kritisch hinterfragt.
„Als Milchbranche machen wir den laufenden Fortschritt und die erzielten
Erfolge durch eine offensivere Öffentlichkeitsarbeit sichtbar“, appellierte
Schmal. Die Milchbauern entwickelten ihre Betriebe beim Tierwohl und bei den
Parametern der Nachhaltigkeit weiter. Damit sei die Praxis weiter, als
politische und öffentliche Diskussionen über gesetzliche Standards vermitteln
würden.
 
Den Lebensmittelhandel forderte Schmal auf, sich
nicht durch öffentliche Debatten zu Aktionismus treiben zu lassen.
Anforderungen an die Produktion und die Produktqualität müssten praxisgerecht
sowie sachgerecht sein. „Der Handel darf seine Marktmacht nicht missbrauchen.
Verbraucher wollen einheimische und regionale Lebensmittel, die unter hohen
Standards, wie wir sie in Deutschland haben, produziert werden. Insofern sollte
dem Handel bewusst sein, dass für ihn die deutsche Landwirtschaft essentiell
ist,“ stellte der Milchbauernpräsident fest. Den bei QM-Milch aufgenommenen
Dialogprozess würden Bauernverband und Milcherzeuger weiter fortsetzen.
 

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