Grüne Woche 2018 ein Leuchtturm der Branche

By   /  January 27, 2018  /  Comments Off on Grüne Woche 2018 ein Leuchtturm der Branche

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Grüne Woche 2018 ein Leuchtturm der Branche

Der Präsident des Deutschen
Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hat in einer vorläufigen Bilanz die diesjährige
Internationale Grüne Woche als Leuchtturm der Branche der Land- und
Ernährungswirtschaft zu Beginn des Jahres bezeichnet. „Die Grüne Woche ist nach
wie vor ein Publikumsmagnet und ein agrarpolitisches Forum ersten Ranges. Die vielseitigen
Informations- und Diskussionsangebote über die innovativen Entwicklungen und
Veränderungen der modernen Land- und Ernährungswirtschaft wurden mit großem
Interesse aufgegriffen und von den Verbrauchern genutzt“, resümierte der
Bauernpräsident.
 
Allein der ErlebnisBauernhof mit
seiner neuen Gestaltung und dem Darstellungsmix aus Natürlichkeit und modernster
Technologie habe bis drei Tage vor Messeschluss mehr Besucher angezogen als
vergangenes Jahr. Bis zum Ende der Grünen Woche 2018 werden 100 AgrarScouts aus
der Landwirtschaft den Besuchern für zum Teil sehr detaillierte Gespräche über
die heutigen Arbeitsmethoden der deutschen Landwirtschaft zur Verfügung
gestanden haben. „Besonders interessiert waren die Besucher am Fortschritt und der
Veränderung bei den Haltungsbedingungen der Tiere, bei Pflanzenschutz und
Düngung im Ackerbau sowie an den verstärkten Anstrengungen zur Verbesserung des
Umweltschutzes und der Artenvielfalt. Die modernen digitalen Techniken mit
ihren Perspektiven für verbessertes Tierwohl und Umweltschutz faszinierten die
Besucher. Die überwiegend positiven Reaktionen zur modernen Landwirtschaft und zu
den Leistungen der Bauernfamilien beweisen auch, dass die Landwirtschaft nach
wie vor in der Gesellschaft große Anerkennung genießt und fest verankert ist“,
hob Rukwied hervor.
 
In den zahlreichen agrarpolitischen
Gesprächen auf der Grünen Woche hätten die Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020
und die Ankündigung der EU-Kommission, die Erzeuger in der Lebensmittelkette zu
stärken, zentrale Bedeutung eingenommen. „Die Kontrolle und Beschränkung der
Einkaufsmacht der großen Handelsketten ist für die Bauern überlebenswichtig. Konkret
müssen EU-Mindestregeln zum Verbot unfairer Einkaufspraktiken geschaffen werden
wie festgelegte Zahlungsfristen, Verbot nachträglicher Rabatte ohne
Gegenleistung wie bei den sogenannten Hochzeitsrabatten. Das höchstrichterliche
Urteil des Bundesgerichtshofes von dieser Woche zu den von Edeka geforderten
Rabatten bei der Übernahme der Plusmärkte, wonach die Hochzeitsrabatte
unzulässig sind, ist eine Bestätigung der Auffassung des DBV. Die missbräuchliche
Ausnutzung von Marktmacht in der Lebensmittellieferkette und insbesondere des
hochkonzentrierten Lebensmitteleinzelhandels muss begrenzt werden“, betonte
Rukwied.
 
In der Diskussion über die Reform
der EU-Agrarpolitik nach 2020 unterstrich Rukwied erneut seine Unterstützung
von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger, der im Rahmen des Mehrjährigen
Finanzrahmens von 2021 bis 2027 von den Mitgliedstaaten der EU für zusätzliche
Aufgaben auch zusätzliche Finanzmittel forderte. „Die Förderung der
Landwirtschaft und der ländlichen Räume muss auch in Zukunft zentrale
europäische Aufgabe sein. Deshalb ist der Agrarhaushalt in seinem derzeitigen
Umfang voll berechtigt“, erklärte Rukwied.
 
Die Ziele von EU-Agrarkommissar Phil
Hogan für die EU-Agrarförderung nach 2020 würden vom DBV geteilt: sichere
Lebensmittelversorgung, Investition, Innovation, Digitalisierung, Förderung der
Junglandwirte, besseres Risikomanagement sowie Umwelt- und Klimaleistungen
seien wichtige Aufgaben der Förderung in den kommenden Jahren, erklärte
Rukwied. Er hatte mit dem Kommissar auf der Grünen Woche mehrere ausführliche Gespräche
geführt. „Als DBV wollen wir das kombinierte Förderangebot aus Direktzahlungen
und zusätzlichen Maßnahmen für Umwelt und Investitionen fortsetzen. Wichtig ist
jedoch, es zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen“, so Rukwied.

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