Schnelles Internet für landwirtschaftliche Standorte unverzichtbar

By   /  January 31, 2018  /  Comments Off on Schnelles Internet für landwirtschaftliche Standorte unverzichtbar

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Schnelles Internet für landwirtschaftliche Standorte unverzichtbar

„Landwirte sind Unternehmer, die sich Ziele setzen und das Heft
des Handelns selbst in die Hand nehmen müssen. Doch ist es für Landwirte eine besondere Herausforderung, diese Devise
erfolgreichen Unternehmertums umzusetzen, denn sie sind an ihrem Standort auf
Gedeih und Verderb gebunden.“ Dies erklärte Peter Hoffmann, Mitglied im Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Vorsitzender des DBV-Fachausschusses
„Agrarstruktur- und Regionalpolitik“ und Präsident des Bauernverbandes Saar,
auf einer BMEL-Veranstaltung zur Zukunft ländlicher Unternehmensstandorte am
Rande der Internationalen Grünen Woche.
 
Der aktuell mit Abstand
wichtigste Standortnachteil für Unternehmer in der Landwirtschaft wie auch in
den ländlichen Räumen sei die vielfach unzureichende Internet-Infrastruktur.
Ohne leistungsfähiges Internet seien Innovationen aus Digitalisierungsfortschritten
nur bedingt möglich. „Wir können mit diesen digitalen Innovationen produktiver
werden, ressourcenschonender wirtschaften und noch mehr für das Tierwohl tun.
Auch schaffen wir damit mehr Transparenz für den Verbraucher. Wie bei Straßen,
Wasser- und Stromversorgung oder Abwasserentsorgung brauchen wir flächendeckend
endlich leistungsfähiges Internet“, unterstrich Hoffmann. Die neue
Bundesregierung müsse eine Internet-Politik nach dem Prinzip „Rural Areas First“
oder „Vorrang für Ländliche Räume“ umsetzten.
 
Weil die landwirtschaftlichen
Unternehmer mit ihren Betrieben an den Standort gebunden seien, könnten sie nicht
flexibel dahin ausweichen, wo die Bedingungen für erfolgreiche Unternehmungen
möglicherweise besser sind. Die wichtigste Produktionsgrundlage, der Boden, sei
zudem nicht vermehrbar, so Hoffmann. Er forderte deshalb, den Flächenverbrauch
durch Überbauung und Kompensationsmaßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn
in dem Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD das Ziel genannt werde, den
täglichen Flächenverbrauch von derzeit rund 63 Hektar auf 30 Hektar zu
beschränken und dafür nochmals zehn Jahre benötigt würden, dann sei
entschiedenes politisches Handeln dringend erforderlich. „Neben dem Boden sind
Wirtschaftsgebäude und Ställe unsere wichtigste Produktionsgrundlage. Hier darf
es zu keinen weiteren Einschränkungen des Baurechts kommen,“ betonte Hoffmann. Das
Landwirtschaftsprivileg beim Bauen im Außenbereich müsse ohne „Wenn und Aber“
erhalten bleiben. Auch müssten Maßnahmen zur Unterstützung des Tierwohls
baurechtlich zu bewältigen sein wie die Umsetzung des Kastenstand-Urteils.
 
Hoffmann forderte zudem eine
landwirtschaftliche Investitionsförderung, die wieder Impulse für zusätzliche
Investitionen setze und eine Stärkung der ländlichen Räume zur Folge habe. Die
derzeitige Agrarinvestitionsförderung sei viel zu bürokratisch und mit zu vielen
und zugleich fragwürdigen Auflagen verbunden.
 

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