Förderung und Verwaltung von Naturschutzmaßnahmen müssen flexibler werden

By   /  February 1, 2018  /  Comments Off on Förderung und Verwaltung von Naturschutzmaßnahmen müssen flexibler werden

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Förderung und Verwaltung von Naturschutzmaßnahmen müssen flexibler werden

„Wir Landwirte nehmen die
Ansprüche der Gesellschaft an die Landwirtschaft im Bereich Naturschutz und
Biodiversität sehr ernst. Häufig bremsen komplizierte gesetzliche Auflagen und Rahmenbedingungen
unser Engagement bzw. werden Ökologie und Ökonomie nicht in Einklang gebracht.“
Dies erklärte Landwirt Bernhard Heermann auf dem 11. Zukunftsforum Ländliche
Entwicklung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Der Umweltbeauftragte des
Deutschen Bauernverbandes (DBV), Eberhard Hartelt, sah sich durch diese
geschilderten praktischen Erfahrungen in den politischen Forderungen des Bauernverbandes
nach einfacheren und flexibleren gesetzlichen Regelungen bestätigt. Landwirt
Heermann setzt auf seinem Betrieb im Münsterland eine Reihe von
Naturschutzmaßnahmen im Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität –
Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland“ um, welches
zum Verbundprojekt „Lebendige Agrarlandschaften“ gehört. Dieses und weitere
Projekte zeigten eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen
Landwirtschaft und Naturschutz, stellte Hartelt fest. Zu der Diskussion über
die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in Agrarlandschaften auf dem
Zukunftsforum hatte das vom DBV koordinierte Verbundprojekt „Lebendige
Agrarlandschaften“ gemeinsam mit der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz,
dem Bundesamt für Naturschutz, der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft und dem
Deutschen Verband für Landschaftspflege eingeladen.
 
In der Diskussion zwischen dem
Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Dr. Hermann Onko Aeikens,
der Staatssekretärin des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums, Dr. Carolin
Schilde, Professor Dr. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz, dem
DBV-Umweltbeauftragten Eberhard Hartelt und Landwirt Bernhard Heermann bestand
Einigkeit darüber, die Vorschläge der EU-Kommission für eine neue
EU-Agrarpolitik nach 2020 als Chance aufzugreifen. Naturschutzmaßnahmen sollten
noch besser an die regionalen und standörtlichen Bedingungen angepasst und
praxistauglicher ausgestaltet werden.
 
Für den Erfolg des Naturschutzes
in den Agrarlandschaften von grundlegender Bedeutung seien die enge Einbindung
der landwirtschaftlichen Betriebe, der Dialog mit dem Naturschutz und eine
gezielte Beratung. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich der Wunsch geäußert,
bei der Effektivität von Maßnahmen zum Schutz von Feldvögeln in der
Agrarlandschaft unter anderem auch den Einfluss von Beutegreifern wie Fuchs und
Waschbär zu überprüfen und zu berücksichtigen.
 
„Landwirte haben großes Interesse
daran, die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten in den Agrarlandschaften
zu erhalten und zu fördern. Das Projekt „Lebendige Agrarlandschaften“ bietet
praxistaugliche und ökonomisch tragfähige Naturschutzmaßnahmen an, unterstützt
die Landwirte so bei der Förderung der Biodiversität und bezieht sie in die
Ergebnisse von Monitorings und Analysen ein“, erklärte Hartelt. Das
Verbundprojekt präsentierte auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 der
Internationalen Grünen Woche die Umweltleistungen der Landwirtinnen und
Landwirte zum Beispiel anhand dreidimensionaler Landschaftsmodelle und einer
Aktionssäule zur Verdeutlichung der komplexen Wechselbeziehungen zwischen
landwirtschaftlicher Produktion und Ökosystemleistungen.
 
Das Verbundprojekt wird im Rahmen
des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durchgeführt. Es wird durch das
Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie mit
Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.
 
Weitere Informationen finden Sie
unter www.lebendige-agrarlandschaften.de.

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