Immer mehr Mischwälder Deutsche Forstwirtschaft auf gutem Wege

By   /  February 1, 2018  /  Comments Off on Immer mehr Mischwälder Deutsche Forstwirtschaft auf gutem Wege

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MIL OSI – Source: Deutscher Bauernverband –

Headline: Immer mehr Mischwälder Deutsche Forstwirtschaft auf gutem Wege

Die wirtschaftlichen und
ökologischen Anforderungen an den deutschen Wald haben sich in den letzten
Jahrzehnten verändert. Aktuell ist die Fichte der „Brotbaum“ für die
Waldbesitzer. Unter ökologischen und klimapolitischen Gesichtspunkten sowie
auch im Hinblick auf die Interessen der Erholungssuchenden sind Mischwälder in
der deutschen Forstwirtschaft derzeit die Wahl. Zur Anlage von Mischwäldern
bieten Forstbaumschulen mehr als 50 Baumarten an. Die große Herausforderung der
Forstbaumschulen besteht darin, Nachfrage und Angebot an Pflanzen in Einklang
zu bringen. Bei der Entscheidung um die richtige Baumart geht es häufig um
Entscheidungen, die sich bei der Hiebreife, oft erst in 100 Jahren, als richtig
oder weniger richtig erweisen. Besonders vor diesem Hintergrund sind die Waldbesitzer
gut beraten, sich bei Förstern fachkundig zu machen. Eine qualifizierte
Betreuung ist auch wichtig bei der Auswahl des standortgerechten
Pflanzenmaterials. Die häufig einseitige Diskussion um vermeintlich invasive
Baumarten wie Douglasien ist eine Diskussion, die forstwirtschaftlich gesehen
einer sachlichen Grundlage entbehrt. Das sind die Ergebnisse einer
Diskussionsveranstaltung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen
Forstwirtschaftsrates (DFWR) auf dem Erlebnisbauernhof der Internationalen
Grünen Woche (IGW) in Berlin zum Thema „Welche Bäume braucht der Wald? –
Zwischen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen“. Teilnehmer der Diskussionsrunde
waren Vertreter des DFWR, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), des
Verbandes Deutscher Forstbaumschulen sowie der Forstverwaltung Brandenburg.
 
In der Diskussion bestand grundsätzlich
Einigkeit darin, dass der Wald ein breites Spektrum an Baumarten vorhalten
müsse. Nur durch eine Vielzahl von Baumarten könnten Wälder auf Veränderungen
reagieren, die gesellschaftliche Anforderungen und der Klimawandel mit sich
bringen. Die Forstwirtschaft sei auf einen guten Weg, die Wälder in Deutschland
zu artenreichen Mischwäldern zu entwickeln. Dabei werde auch dem Naturschutz
Rechnung getragen; der Erholungswert der Wälder habe in den letzten 30 Jahren
deutlich zugenommen. Die vielfältigen Funktionen des Waldes für die
Erholungssuchenden sowie den Natur- und Klimaschutz seien allerdings nur
möglich, wenn auch die Wirtschaftlichkeit nachhaltig gegeben ist.

Unter der Moderation von Gerald
Dohme, Stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes
(Bildmitte) diskutierten (v.l.n.r.) Dr. Carsten Leßner (Leiter Forstverwaltung
Brandenburg), Alain Paul (Geschäftsführer des Verbandes Deutscher
Forstbaumschulen), Christoph Rullmann (Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald) sowie Georg Schirmbeck als Präsident des Deutschen
Forstwirtschaftsrates (DFWR) – Quelle: DFWR Foto zum Download >>

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