Vier Projekte auf dem Siegertreppchen beim 18. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“

By   /  February 8, 2018  /  Comments Off on Vier Projekte auf dem Siegertreppchen beim 18. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“

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MIL OSI – Source: Forschungszentrum Julich –

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Vier Projekte auf dem Siegertreppchen beim 18. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ Jülich, 7. Februar 2018 – Vier Siegerarbeiten konnte Wettbewerbsleiter Werner Decker beim diesjährigen Regionalentscheid „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ im Forschungszentrum Jülich auszeichnen – alle in der Sparte „Schüler experimentieren“. Dabei war mit drei der vier Arbeiten die Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West besonders erfolgreich – bei einem Projekt gemeinsam mit dem Gymnasium Haus Overbach. Ein weiterer erster Preis ging an eine Schülerin der Käthe-Kollwitz-Realschule in Aldenhoven. Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifizierten sich für den Landeswettbewerb NRW. Der findet für „Jugend forscht“ vom 19. bis 21. März in Leverkusen statt, für „Schüler experimentieren“ am 4. und 5. Mai in Essen. Die Landessieger treten beim Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt an.

Ihre pfiffigen Forschungsideen und Teamarbeiten stellten die Schülerinnen und Schüler am Mittwoch am Forschungszentrum vor, hier abgebildet vor der Zentralbibliothek, wo der Nachwuchswettbewerb stattfand.Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

„AuwEia – das verkehrte Ei“ stand über dem Biologie-Projekt von Finja Kronholz und Alisa Breuer. Die Schülerinnen von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West wollten herausfinden, ob ein Ei so gekocht werden kann, dass das Eigelb hart wird, das Eiweiß aber flüssig bleibt. Das Ergebnis der aufwändigen Versuche eignet sich nicht unbedingt zum Nachkochen in der heimischen Küche: Bei 68 Grad braucht es 50 Minuten, bis das „verkehrte Ei“ auf dem Teller liegt. Dabei spielt aber eine wichtige Rolle, dass der Fettgehalt im Eiweiß nicht zu hoch ist…

Dass ihre Großmutter täglich 19 Tabletten nehmen muss und das Sortieren in einer Tablettenbox oftmals unübersichtlich wird, brachte Juliana Klocke von der Käthe-Kollwitz-Realschule in Aldenhoven auf die Idee zu „medihelfer.de“. Diese Webseite organisiert die Tablettenliste mithilfe von Bildern, Name und Hersteller sowie Uhrzeit und Menge der Einnahme. Die Daten werden komplett verschlüsselt abgespeichert, sodass auch andere Nutzer sie verwenden können. Das Projekt brachte ihr im Fachgebiet Mathematik/Informatik einen ersten Preis.

Den sicherte sich auch Bendix Krone von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich West bei „Schüler experimentieren“. Im Fachgebiet Physik ging er der Frage nach, welche die beste Warnfarbe ist. Für die Lösung machte er Reflexions- und Reaktionstests, befragte Menschen und nutzte ein Foto aus dem Alltag. Ergebnis: Rot und Gelb sind eindeutig die besten Warnfarben.

Eine Scheibenwaschanlage, die Regenwasser nutzt: An diesem Projekt im Fachgebiet Technik arbeiteten Lara und Daniel Krohn von der Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West und dem Gymnasium Haus Overbach – erfolgreich, wie der erste Platz im diesjährigen Regionalwettbewerb beweist. Die beiden konnten zeigen, wie das Regenwasser aufgefangen, dann gefiltert und in einen separaten Tank geleitet wird. Danach wird es in den Spritzwassertank des Fahrzeugs gepumpt. Die Idee fand auch Ford in Köln sehr interessant und unterstützte die beiden mit Autoteilen für den Versuchsaufbau.

Der diesjährige Regionalwettbewerb bot auch den Rahmen, um Werner Decker feierlich zu verabschieden, der nach 17 Jahren auf eigenen Wunsch die Wettbewerbsleitung in andere Hände legt. Der Oberstudienrat am Gymnasium Haus Overbach begann 2001 als Jurymitglied, ein Jahr später übernahm er die Wettbewerbsleitung. „Es lässt sich nicht ermessen, wie viel Zeit und Herzblut Werner Decker ehrenamtlich im Laufe der Jahre in den Regionalwettbewerb gesteckt hat“, würdigte die Patenbeauftragte Vera Heunemann vom Forschungszentrum Jülich seine Verdienste. Decker habe immer großes Interesse an den Projekten der Nachwuchsforscherinnen und -forscher gezeigt – weit über den Regionalwettbewerb hinaus.

Zum 18. Regionalwettbewerb im Forschungszentrum Jülich traten 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an – 25 für „Jugend forscht“ (Alter 15 bis 21 Jahre), 46 für „Schüler experimentieren“ ((Schüler bis 14 Jahre). Die Nachwuchsforscherinnen und Forscher kamen von Schulen in Aachen, Aldenhoven, Baesweiler, Düren, Herzogenrath, Jülich, Übach-Palenberg, Würselen und Zülpich. Sie stellten insgesamt 46 Projekte vor. Generell können Projekte aus sieben Fachgebieten an den Start gehen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik.

Video Jugend forscht Regionalwettbewerb 2018 im Forschungszentrum

Weitere Informationen

Die zweiten und dritten Plätze werden am Donnerstag veröffentlicht.

www.jugend-forscht.de/
Pressekontakt:

Erhard Zeiss, PressereferentForschungszentrum JülichTel.:02461 61-1841E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de

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