Morgenstimmung in den Sylter Dünen

By   /  September 15, 2018  /  Comments Off on Morgenstimmung in den Sylter Dünen

    Print       Email

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandNABU-Naturfoto des Monats September

Abseits der Strände und Kurorte bietet Deutschlands nördlichste Insel eine weitläufige und ursprüngliche Dünenlandschaft, deren Schönheit ihresgleichen sucht. Naturfotograf Jan Sohler hat sich früh auf den Weg gemacht, um diese malerische Morgenstimmung einzufangen.

Foto des Monats – Foto: Jan Sohler

Denkt man an Sylt, so fällt einem in der Regel vor allem Strandurlaub mit salziger Luft und einer oft tosenden Brandung, aber auch die sich hier tummelnde Prominenz ein. Dass Deutschlands nördlichste Insel jedoch noch viel mehr zu bieten hat, zeigt sich, wenn man sich etwas abseits der kilometerlangen Sandstrände und bekannten Kurorte bewegt.Besonders im Norden, zwischen List und Kampen, findet sich eine weitläufige und ursprüngliche Dünenlandschaft. Düne ist dabei jedoch nicht gleich Düne. Man kann hier sämtliche Entwicklungsstadien dieses dynamischen Lebensraums entdecken. Die berühmte Wanderdüne ist von den artenreichen Vegetationsgesellschaften der Grau- und Braundünen umgeben. Darüber hinaus bieten besonders die feuchten Dünentäler einer ganzen Reihe bedrohter Arten Lebensraum. So kommen hier deutschlandweit bedeutsame Vorkommen der Kreuzkröte und auch viele seltene Pflanzen wie der Sonnentau vor. Wegen ihrer Empfindlichkeit sind große Bereiche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es gibt jedoch einige Wanderwege, von denen aus man die Schönheit der Landschaft bewundern kann. Gerade im Spätsommer lässt sich hier meist bis in den September hinein eine Heideblüte erleben, wie man sie sonst wohl nur mit der Lüneburger Heide verbinden würde. Der lila Blütenteppich der Besen- und Glockenheide wird dabei zusätzlich vom satten Grün der hier typischen Krähenbeere durchsetzt.Um dieser Farbenpracht fotografisch zu begegnen und dabei das in der Naturfotografie so viel zitierte „gute Licht“ zu nutzen, machten wir uns schon vor Sonnenaufgang auf den Weg. An diesem Morgen ereilte uns dazu ein an der Nordseeküste seltenes Glück – es war absolut windstill und schon mit dem ersten Licht bildete sich Bodennebel, dessen stimmungsvolle Wirkung sich vor allem mit längeren Brennweiten einfangen lässt. Der Einsatz eines sonst eher in der Tierfotografie gängigen Teleobjektivs wie in diesem Fall kann sich auch bei Landschaftsaufnahmen lohnen, da sich Details häufig besser herausarbeiten lassen und dem Betrachter direkt das Wesentliche einer Szene gezeigt wird. Dieses Foto entstand, noch bevor die Sonnenstrahlen die Dünentäler in ein goldenes Morgenlicht tauchten. Die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch indirekte Beleuchtung sorgte für weiche Kontraste und die satten Farben kamen besser zur Geltung – eine etwas kühlere Stimmung, die mir persönlich in vielen Situationen besser gefällt.Jan Sohler www.jansohler.deDaten zum Foto:Kamera: Canon EOS 7D Mark IIObjektiv: Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6 L IS II USMBlende: f/7.1Brennweite: 170 mmBelichtungszeit: 1/30 sISO: 400

Vergangene Naturfotos im September:

Naturfoto des Monats September – Foto: Sebastian Hennigs

Blühende Besenheide – Foto: Robert Sommer

Naturtipps für September

Warme Farben und kühlere Nächte
Im Übergang vom Sommer in den Herbst ist der September einer der schönsten Monate. Nun können die Früchte des Sommers genossen werden und Hirsche beim Röhren gehört werden. mehr →

MIL OSI

    Print       Email

You might also like...

Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens: “Wir brauchen neue Ideen für die Tierhaltung”

Read More →