Sicherheitspersonal an Flughäfen fordert 20 Euro Stundenlohn

By   /  January 10, 2019  /  Comments Off on Sicherheitspersonal an Flughäfen fordert 20 Euro Stundenlohn

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Source: Verdi – Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
Berlin, 9. Januar 2019 | Nachdem der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nicht auf das starke Signal der Beschäftigten des Sicherheitspersonals durch die Warnstreiks in Berlin-Tegel und Schönefeld am vergangen Montag, den 7. Januar, reagiert und noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat, werden nun die Beschäftigten in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart am morgigen Donnerstag in einen ganztägigen Streik treten. Die Streiks werden in Stuttgart mit der ersten Frühschicht gegen 3 Uhr aufgenommen, in Düsseldorf und Köln-Bonn bereits ab Mitternacht. Wie schon am Montag in Berlin ist auch an diesen Standorten mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen.

Die Streiks stehen im Zusammenhang mit bislang vier erfolglosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und ver.di. Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 ihr Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent. „Auf dieser Grundlage ist ein Tarifkompromiss nicht möglich“, betont ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. „Die Beschäftigten der Luftsicherheitsunternehmen müssen für ihre schwere und verantwortungsvolle Aufgabe eine deutlich höhere Entlohnung erhalten.“
Weitere Streiks nicht ausgeschlossen
Die Arbeitgeber haben nach dem Streik der Beschäftigten an den Berliner Flughäfen die Möglichkeit gehabt, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Den Arbeitgebern sollte klar sein, dass die Beschäftigten bereit und in der Lage sind, für ihre Forderungen einzutreten, sagt Roscher. Sollte es weiterhin kein verbessertes Angebot geben, seien auch weitere Streiks nicht auszuschließen.
Die Verhandlungen werden am 23. Januar 2019 in Berlin fortgesetzt.

MIL OSI

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