20 Jahre Euro: Eine erfolgreiche Währung

By   /  January 11, 2019  /  Comments Off on 20 Jahre Euro: Eine erfolgreiche Währung

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Source: Bundesministerium der Finanzen
11.01.2019

Wir feiern das 20-jährige Bestehen des Euro. Der Wechsel von der D-Mark zum Euro fiel vielen nicht leicht. Dabei bietet er den Bürgerinnen und Bürgern praktische Vorteile. 340 Millionen Menschen bezahlen heute mit Scheinen und Münzen der gemeinsamen Währung. Der europäische Kontinent rückt dadurch näher zusammen, Grenzen werden weniger spürbar. Der Euro wird zum Symbol für Zusammenhalt. Die Gemeinschaftswährung verbindet heute 19 Länder und zählt zu den wichtigsten Zahlungsmitteln der Welt.

Quelle:  Europäische Union

Der Euro als Ausdruck europäischer Identität und Integration
Am 1. Januar 1999 wurde der Euro eingeführt. Die Einführung beschränkte sich zunächst auf elektronische Buchungen und drei Jahre später – am 1. Januar 2002 – folgte das Euro-Bargeld. Das Fundament für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion wurde bereits am 7. Februar 1992 gelegt. Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft unterzeichnen den Vertrag von Maastricht. Die Währungsumstellung war die weltweit größte aller Zeiten. Von Beginn an dabei waren 11 Länder: Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland. Griechenland zog zwei Jahre später nach. Heute ist der Euro die Währung in 19 EU-Mitgliedstaaten und somit gesetzliches Zahlungsmittel für mehr als 340 Millionen Bürgerinnen und Bürger und hat sich zu einer der wichtigsten Währungen der Welt entwickelt. Der Euro ist nicht nur einheitliches Zahlungsmittel, sondern auch Ausdruck europäischer Identität.
Deutsche Wirtschaft profitiert von der Gemeinschaftswährung
Seit seiner Schaffung erwies sich der Euro als robuste Währung. Die Einführung wurde anfangs mit großer Skepsis begleitet, viele Bürgerinnen und Bürger wollten an der D-Mark festhalten. Sie bezeichneten den Euro als sogenannten „Teuro“, Konsumenten glaubten, die Preise hätten sich durch die Umstellung verteuert. Aber trotz aller Zweifel bewährte sich der Euro durch große Beständigkeit. Nach 20 Jahren lässt sich resümieren, dass der Euro in Wahrheit stabiler ist als die D-Mark. Die durchschnittliche jährliche Inflationsrate betrug im Währungsraum 1,7 Prozent, zu Zeiten der D-Mark lag sie in Deutschland bei 2,8 Prozent.
Gerade Deutschland hat ein besonders großes Interesse an einem starken Euro. Deutschland als Exportnation profitiert vom erweiterten Binnenmarkt mit seiner Gemeinschaftswährung. Denn: Rund 40 Prozent der deutschen Exporte gehen in EU-Länder. Die gemeinsame Währung erleichtert den Warenaustausch für Unternehmen. Der Euro begünstigt den Handel und sichert damit Arbeitsplätze. Schwankungsrisiken, Überweisungsgebühren und Kosten durch Wechselkurse konnten beseitigt und der Binnenmarkt gestärkt werden. Unter den Mitgliedstaaten ist eine engere Zusammenarbeit entstanden. In Bezug auf Ein- und Ausfuhren ist die Europäische Union heute der international am stärksten vernetzte Handelsraum – noch vor den USA und China.
Praktische Vorteile für Bürgerinnen und Bürger
Die gemeinsame Währung zahlt sich nicht nur für deutsche Unternehmen und die deutsche Wirtschaft aus, sondern auch für jeden Einzelnen. Der Verbraucher profitiert durch die erhöhte Preistransparenz. Preise innerhalb der Europäischen Währungsunion wurden vergleichbarer, die Möglichkeit des direkten Preisvergleichs innerhalb des Euroraums führt zu mehr Wettbewerb auf dem europäischen Markt und damit auch zu einer größeren Produktvielfalt und zu günstigeren Preisen.
Auch Urlauber, Studenten im Auslandssemester und geschäftlich Reisende profitieren von der gemeinsamen Währung. Durch den Wegfall der Wechselgebühren werden Auslandsreisen unkomplizierter und günstiger. Außerhalb des Euroraums sind Euro-Banknoten gern gesehen, der Wechsel erfolgt in der Regel problemlos.
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