Frühkindliche Bildung: Rechtsgrundlagen und familienpolitische Maßnahmen

By   /  April 15, 2019  /  Comments Off on Frühkindliche Bildung: Rechtsgrundlagen und familienpolitische Maßnahmen

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Source: Bundeszentrale fur politische BildungAuszug aus dem Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz – KiBiz) – Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes – SGB VIII
§ 14b Zusammenarbeit mit der Grundschule(1) Kindertageseinrichtungen arbeiten mit der Schule in Wahrnehmung einer gemeinsamen Verantwortung für die beständige Förderung des Kindes und seinen Übergang in die Grundschule zusammen.(2) Zur Sicherung gelingender Zusammenarbeit und zur Gestaltung des Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich gehören insbesondere
eine kontinuierliche gegenseitige Information über die Bildungsinhalte, -methoden und -konzepte,
die Kontinuität bei der Förderung der Entwicklung der Kinder,
regelmäßige gegenseitige Hospitationen,
die für alle Beteiligten erkennbare Benennung fester Ansprechpersonen in beiden Institutionen,
gemeinsame (Informations-)Veranstaltungen für die Eltern und Familien der Kinder,
gemeinsame Konferenzen zur Gestaltung des Übergangs in die Grundschule und
gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Fach- und Lehrkräfte.

(3) Der Schulträger lädt gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der Tageseinrichtungen für Kinder und der Grundschulen die Eltern, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden, zu einer Informationsveranstaltung ein, in der die Eltern über Fördermöglichkeiten im Elementarbereich und Primarbereich insbesondere auch über die Bedeutung kontinuierlich aufeinander aufbauender Bildungsprozesse beraten werden.(4) Zur Durchführung der Feststellung des Sprachstandes […] erhebt der Träger der Tageseinrichtung […] bei den Eltern, deren Kinder zur Teilnahme an der Sprachstandsfeststellung verpflichtet sind, die folgenden Daten und übermittelt sie an das zuständige Schulamt:
Name und Vorname des Kindes;
Geburtsdatum;
Geschlecht;
Familiensprache;
Aufnahmedatum in der Kindertageseinrichtung;
Namen, Vornamen und Anschriften der Eltern;

[…]Soweit Kinder im Rahmen der Pflichten nach § 36 Absatz 2 des Schulgesetzes NRW in einer Kindertageseinrichtung zusätzlich sprachlich gefördert werden, ist der Träger der Einrichtung verpflichtet, Angaben über die Teilnahme der Kinder an dieser zusätzlichen Sprachförderung dem zuständigen Schulamt mitzuteilen.Diese umfangreichen und detaillierten Regelungen im Paragraph 14 KiBiz regen dazu an, einen Blick in das nordrhein-westfälische Schulgesetz zu werfen. Dabei wird deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindertageseinrichtungen dort sehr viel weniger Aufmerksamkeit erhält. Einzig im Rahmen allgemeiner Bestimmungen zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern findet sie kurz Erwähnung (§ 5). Ausführliche Bestimmungen gibt es lediglich zur Feststellung des Sprachstandes (§ 36).Auszug aus dem Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW – SchulG)§ 5 Öffnung von Schule, Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern(1) Die Schule wirkt mit Personen und Einrichtungen ihres Umfeldes zur Erfüllung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages und bei der Gestaltung des Übergangs von den Tageseinrichtungen für Kinder in die Grundschule zusammen.(2) Schulen sollen in gemeinsamer Verantwortung mit den Trägern der öffentlichen und der freien Jugendhilfe, mit Religionsgemeinschaften und mit anderen Partnern zusammenarbeiten, die Verantwortung für die Belange von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen tragen, und Hilfen zur beruflichen Orientierung geben.[…]§ 36 Vorschulische Beratung und Förderung, Feststellung des Sprachstandes(1) Der Schulträger lädt gemeinsam mit den Leiterinnen und Leitern der Tageseinrichtungen für Kinder und der Grundschulen die Eltern, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden, zu einer Informationsveranstaltung ein, in der die Eltern über Fördermöglichkeiten im Elementarbereich und Primarbereich, insbesondere auch über die Bedeutung kontinuierlich aufeinander aufbauender Bildungsprozesse, beraten werden.(2) Das Schulamt stellt zwei Jahre vor der Einschulung fest, ob die Sprachentwicklung der Kinder altersgemäß ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen. Die Feststellung nach Satz 1 gilt bei Kindern als erfüllt, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, in der die sprachliche Bildung […] gewährleistet ist. Beherrscht ein Kind nach der Feststellung nach Satz 1 die deutsche Sprache nicht hinreichend und wird es nicht nachweislich in einer Tageseinrichtung für Kinder sprachlich gefördert, soll das Schulamt das Kind verpflichten, an einem vorschulischen Sprachförderkurs teilzunehmen. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass jedes Kind vom Beginn des Schulbesuchs an dem Unterricht folgen und sich daran beteiligen kann. Die Schulen sind verpflichtet, das Schulamt bei der Durchführung der Sprachstandsfeststellung zu unterstützen; hierbei ist auch eine Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen und der Jugendhilfe anzustreben.(3) Bei der Anmeldung zur Grundschule stellt die Schule fest, ob die Kinder die deutsche Sprache hinreichend beherrschen, um im Unterricht mitarbeiten zu können. Die Schule soll Kinder ohne die erforderlichen Sprachkenntnisse zum Besuch eines vorschulischen Sprachförderkurses verpflichten, soweit sie nicht bereits in einer Tageseinrichtung für Kinder entsprechend gefördert werden. […]

MIL OSI

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