Hackathonprojekte #WirvsVirus zu Gast im Stadtlabor Online

By   /  July 18, 2020  /  Comments Off on Hackathonprojekte #WirvsVirus zu Gast im Stadtlabor Online

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Source: Koerber StiftungDie Coronapandemie hat Kommunen und Demografieverantwortliche vor viele neue und unerwartete Herausforderungen gestellt. Doch mit diesen Herausforderungen wachsen auch die kreativen Lösungen. Ein Instrument, dass diese Lösungsfindung unterstützt, war der Hackathon der Bundesregierung. Mit dem Hashtag »WirVsVirus« wurde im März 2020 ein großer Programmierwettbewerb für digitale Lösungen in Coronazeiten ins Leben gerufen. Die Beteiligung war groß: Programmierer, Designer/innen, Kreative, sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger und viele mehr entwickelten rund 1.500 Projekte für unterschiedliche Herausforderungen.
Damit die Projekte schnellstmöglich in der Praxis eingesetzt werden können, erhalten die Initiatorinnen und Initiatoren unter anderem Unterstützung von dem gemeinnützigen Unternehmen ProjectTogether. Dies ist eine Plattform für junge Gründerinnen und Gründer von sozialen Start-ups, Initiativen und Vereinen – ein »Solution Enabler«. Beim vierten Stadtlabor Online stellte ProjectTogether nicht nur den Hackathon vor, sondern es präsentierten sich eine Reihe an Projekten aus dem Hackathon, die für die Demografieverantwortlichen der Kommunen von Interesse sind.
Digitale Projekte für demografische Herausforderungen in Coronazeiten
Die Projekte nutzen digitale Plattformen oder einfach zu nutzende analoge Dienste. So bietet »Silberdraht« Informationen und Unterhaltung für Senioren per Telefon an, die sonst nur digital abrufbar wären und schlägt so eine Brücke zwischen online und offline. Ein Beispiel für eine digitale Plattform ist »Videobesuch«. Dieses Projekt vereinfacht die digitale Kontaktaufnahme und richtet sich insbesondere an Menschen in Pflegeheimen, die beispielsweise aufgrund körperlicher Einschränkungen oder geringer Technikaffinität, nicht in den digitalen Kontakt treten können.
Auch das Projekt »DEalog« ist eine digitale Informationsplattform. Hier werden krisenrelevante Informationen gebündelt und sichergestellt, dass die Informationen ausschließlich von verlässlichen Quellen stammen.  Es unterstützt damit die mühsame individuelle Suche nach Corona-relevanten Informationen, indem es Informationen zum eigenen Wohnort direkt und zentral zur Verfügung stellt. Das Thema Sterbehilfe trotz sozialer Isolierung, führte ebenfalls zu einer digitalen Lösung. »CoronaBegleitung« heißt die Plattform, bei der digitale und virtuelle Sterbe- und Trauerbegleitung sowie Weiterbildungskonzepte für die Sterbebegleiter/innen entwickelt werden.
Innovative Lösungen kommunal erproben
Von Heidelberg bis Norderstedt waren wiederum viele Kommunen am Stadtlabor online beteiligt – und sehr interessiert, auch an Ideen für die digitale Organisation von Information für ihre Bürgerinnen und Bürger, so wie beim vorgestellten Projekt »DEalog«. Auch die Entwicklerinnen und Entwickler der Apps, Plattformen und digitalen Lösungen nutzten die Chance, im Stadtlabor online für die kommunale Erprobung ihrer Ideen zu werben. Und so konnten die ersten Vernetzungen von Projekten und Kommunen direkt initiiert werden. Wie sich digitale und analoge Angebote vernetzen lassen und wie man Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Verwaltung und Politik für digitale Lösungen gewinnt, waren zentrale Fragen in der Diskussion. Die Antwort des Entwicklers der »CoronaBegleitung«, Tim Komischke, ist eindeutig: Fakten überzeugen die Menschen nicht unbedingt, eher die eigene Anschauung. Dass digitale Sterbebegleitung funktionieren kann, müsse man emotional begreifen.
Das Stadtlabor Online ist ein Angebot der Körber-Stiftung für die Alumni aus dem Programm »Alter und Kommune«. Über unterschiedliche Expertenimpulse kommen die Demografieverantwortlichen aus deutschen Kommunen in den kollegialen Austausch.

MIL OSI

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