Finale in Estoril: BMW Motorrad WorldSBK Team kämpft am Samstag mit stumpfen Waffen.

By   /  October 18, 2020  /  Comments Off on Finale in Estoril: BMW Motorrad WorldSBK Team kämpft am Samstag mit stumpfen Waffen.

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Source: BMW GroupEstoril. Die Saison 2020 der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) befindet sich auf der Zielgerade, das erste Rennen des Finalwochenendes in Estoril (POR) ist absolviert. Die beiden Fahrer des BMW Motorrad WorldSBK Teams, Tom Sykes (GBR) und Eugene Laverty (IRL), beendeten Lauf eins am Samstag auf den Positionen zehn und zwölf.
 
Der „Circuito do Estoril“ ist erstmals seit 1993 Gastgeber für die WorldSBK. Nachdem es am Freitag darum gegangen war, die Strecke und ihre Eigenheiten kennenzulernen, standen am Samstag ein weiteres Training, die Superpole-Qualifikation und Rennen eins auf dem Programm.

In der Superpole qualifizierten sich Sykes und Laverty mit ihren BMW S 1000 RRs für die Startplätze zehn und 14. Im Rennen büßten beide in den ersten Runden Plätze ein. Im weiteren Verlauf konnten zwar beide ihre Positionen nach hinten verteidigen, es war jedoch nicht möglich, einen Angriff nach vorn zu starten. Durch die Ausfälle anderer Piloten rückten Sykes und Laverty im Feld wieder auf, und nach 21 Runden sah Sykes die Zielflagge als Zehnter, Laverty als Zwölfter.

Stimmen nach Rennen eins in Estoril.

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor: „Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an Johnny Rea. Scheinbar unantastbar ist er zu seinem sechsten WM-Titel in Folge gefahren – Respekt! Unsere Performance war bis jetzt nicht zufriedenstellend. Seit dem ersten freien Training haben wir Schwierigkeiten, uns an die neue Strecke anzupassen. Die Erfahrungen aus dieser Saison, in der die meisten – bekannten – Strecken wenig Grip geboten haben, scheinen uns hier nicht zu helfen. Wir passen uns momentan einfach nicht schnell genug an neue Bedingungen und neue Strecken an. Daran müssen wir für die Zukunft arbeiten, aber wir haben die nötige Methodik dazu bereits im Vorfeld dieses Finales eingeleitet. Was wir als positiv mitnehmen können, ist, dass unsere Rundenzeiten über das gesamte Rennen stabil waren. Allerdings waren sie zu langsam, um im Kampf um die Top-Platzierungen ein Wort mitreden zu können. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind wir schon gespannt auf die Erkenntnisse, die wir beim Test am Montag sammeln können. Dann werden wir in der Vorbereitung auf 2021 bereits ein paar Komponenten der BMW M 1000 RR einsetzen, um eine Einschätzung des Potenzials vorzunehmen. Aber nun gilt unser Fokus zunächst dem morgigen Sonntag: Wir analysieren die Daten von heute, um uns im Superpole Race und in Rennen zwei stärker zu präsentieren.“

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team: „Die heutige Superpole war etwas enttäuschend. Tom haben nur ein paar Zehntelsekunden zur zweiten Startreihe gefehlt, aber er konnte den Qualifyingreifen nicht voll ausnutzen. Eugene fehlte es am Hinterreifen an Grip, und er konnte in der Folge keine gute Rundenzeit fahren. Das Rennen war stellenweise sehr spannend. Wir haben mit Tom in einen guten Rhythmus gefunden, und er war Teil einer Gruppe, in der die Plätze fünf bis zwölf nur durch wenige Sekunden getrennt waren. Daher haben wir auf ein Top-6-Ergebnis gehofft. Generell sind wir mit einem zehnten Platz nicht zufrieden, aber ich denke, dass seine Pace insgesamt vielversprechend war, und wir haben im Rennen einige wichtige Informationen gesammelt. Eugene war mit derselben Pace unterwegs wie bereits im Training und im Qualifying, und fuhr im Rennen auch ähnliche Zeiten, die Platz zwölf entsprachen.“

Tom Sykes: „Wir hatten einen guten Start ins heutige erste Rennen, aber ich bin in Kurve eins einfach etwas weit nach außen geraten. Danach haben wir in einen guten Rhythmus gefunden, und es war schade, denn Platz fünf war nur ein paar Sekunden entfernt, aber ich war am falschen Ende einer großen Gruppe. Man kann deutlich sehen, dass unser Bike in manchen Bereichen wirklich sehr gut funktioniert, aber es hat mir heute einfach ein bisschen an mechanischem Grip und Motorleistung gemangelt. Aber es ist, wie es ist. Dieses Jahr ist abgehakt, und mein Ziel lautet nun, die bestmöglichen Ergebnisse zu holen und Informationen zu sammeln, dies als Basis für den Wintertest zu nehmen und dann im nächsten Jahr dorthin zu kommen, wo wir hinmüssen.“

Eugene Laverty: „Diese Strecke ist für uns generell schwierig. Die langsamen Kurven, die man im ersten Gang fährt, liegen unserem Bike nicht, aber ich habe heute getan, was ich tun konnte. Wir waren langsam, aber wenigstens waren wir konstant, und ich habe meine Rundenzeiten vom Start weg innerhalb von drei Zehntelsekunden gehalten. Nichtsdestotrotz haben wir einige wichtige Informationen gesammelt. Ich habe etwas mit meiner Körperhaltung gespielt, um den Jungs eine Richtung zu geben, in die sie arbeiten können, und für die letzten beiden Rennen morgen werden wir wieder etwas Anderes ausprobieren. Unser Problem ist, dass wir Schwierigkeiten haben, das Bike abzubremsen und aus den Kurven richtig heraus zu beschleunigen. Aber wir haben ein paar Ideen. Es wird über Nacht kein Wunder geschehen, aber wir müssen Fortschritte machen.“

MIL OSI

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